Aller Anfang ist schwer

„Los Papa! Mongolei fahren!“

Das Fuchsmädchen springt aufgeregt auf den Hano zu und möchte in den Kindersitz gehoben werden.

Ja, heute fahren wir wirklich los!

Grobe Richtung: Mongolei. Schon seit Jahren warten wir auf diesen Moment. Losfahren Richtung Asien. Wenn auch die Reise eigentlich schon mit der Vorfreude und Vorbereitung beginnt.

Warum dahin? – Warum nicht?

Trotz unserer globalisierten Welt muss man sie dennoch erfahren, um ansatzweise verstehen zu können. Sich selber ein Bild machen. Selbstbildnis statt Bild lesen.

Der eigentliche „Abfahrtstermin“ ist bereits um fast 2 Wochen verschoben. Gefühlt wird es nun wirklich Zeit loszufahren. Seit über einem Monat leben wir schon unser LasterLeben. Bei -12°C friert jegliches Kondenswasser im Fahrerraum – Eis kratzten von innen statt von außen. Der kleine Holzofen hat super Dienste geleistet und uns schnuckelige 20°C beschert. Schneefiguren standen neben dem Hano, während wir einen Monat später im T-Shirt rumlaufen konnten, um am nächsten Tag wieder die dicken Jacken und den Regenschirm auszupacken.

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Schnee, Eis, Regen, Sturm, Gewitter und sogar Sonne.

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Bremsen, Verteilergetriebe, Motor, Innenausbau, alles brauchte nochmal etwas Zuwendung.

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So schnell können die Wochen verfliegen. So viel Zeit, Kraft und Nerven haben wir investiert.

Vor Ostern lagen wir fast alle krank im Hano. Der einzige „last standing man“ widmete sich derweil dem Verteilergetriebetausch. Ostern selbst mussten wir dann auch noch im Krankenhaus verbringen, da das Eichhörnchen nicht fit wurde. Und auch Dany bekam durch die Aufregung keine Zeit sich recht auszukurieren.

Und als wir alle wieder halbwegs auf den Beinen waren und nurnoch schnell einen Ölwechsel machen wollten bevor es losgeht, haben wir Späne im Hinterachsdifferenzial gefunden. Trotzdem starten wir nun Richtung Osten. Wenn auch zunächst nur zur Reparatur der Hinterachse.

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Vielleicht sind wir die einzigen, die mit einem kaputten Differential auf Weltreise starten? In Untersetzung und mit Vorderachsantrieb bummeln wir mit 40km/h über ländliche Nebenstraßen.

Auch so lassen sich über 100km am Tag fahren.

Bei all den Vorbereitungen, Wartungen und Reparaturen ist nur eines wichtig: Nicht stressen lassen! Versuchen entspannt zu bleiben, die Dinge nicht nur Schwarz/Weiß zu sehen. Was kann da mehr helfen, als die Welt durch die Augen der Kinder zu betrachten.

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Die Hinterachse ist kaputt? Nein, hier gibt es eine Schaukel, Schnecken und einmal am Tag fährt ein Zug direkt hinter dem Zaun lang…ist das nicht genial?

Es regnet seit Stunden? Ja, komm mit Wasser spielen. Und schon wird auf dem überfluteten Skateplatz gelaufen, um auf den Rampen in den Pfützen zu springen und Regenwürmer zu suchen.

Und genau so starten wir, zwischen dem normalen Wahnsinn des Alltags und dem Blick durch kindliche Augen, in die Welt.

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Schweden (Dalarna) 2017

Direkt vom AMR Globetrottertreffen geht es nach Kiel. Hier fährt unsere Fähre über Nacht nach Göteborg. Mit 2 Kindern ist das eine super Entscheidung, denn nach einer Nacht und einem Buffetfrühstück sind wir schon in Schweden. Und etwas nördlicher wollten wir sowieso, denn bis Bastnas sind wir 2013 schon einmal im Bulli gefahren.
Wir kommen am späten Morgen in Göteborg an und steuern erstmal einen Platz am See an, den uns ein Bekannter empfohlen hat. Wir finden einen schönen Angelplatz. Am Steinstrand gibt es genug Steine, die das Fuchsmädchen in den See werfen kann. Regelmässig besucht uns eine neugierige Ente.
Ein schöner Ort um in Schweden anzukommen.

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Weiter führt unser Weg nach Bastnas. Auf dem Autofriedhof waren wir bereits auf unserer Reise vor vier Jahren.
Wir sind erstaunt wie die Jahre diesen Ort verändern können. Kaum intakte Scheiben sind mehr zu finden, bei sämtlichen T1-Busen fehlt die komplette Front und der Wald wächs unaufhörlich weiter, sodass große Bereiche kaum begehbar scheinen.
Wir erkunden nochmal das gesamte Gelände und fahren dann zu einem Steinstrand in der Nähe. Hier verbringen wir den Abend, bis jemand vor unserem Fenster steht. Da kam doch tatsächlich ein anderer Hano vorbei. Vermutlich finden sie sich durch den Motorenlärm kilometerweit.

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Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Norden. Wir übernachten an Grillhütten, machen Lagerfeuer und brennen unseren Holzofen ein, der uns noch gute Dienste leisten wird. Maggie leert in einer unachtsamen Sekunde eine ganze Tüte Zimtschnecken und wir fahren viele vermeintlich verlassene Waldstraßen entlang.

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Im Hovfjället machen wir eine Wanderung durch das Moor, mit Blaubeeren, Adlern und Auerhühnern.
Ski-Vergnügunggebiete eignen sich auch im Sommer gut zum Verweilen und wir gehen regelmässig auf Blaubeer-Jagd. Wobei sie bei dem Fuchsmädchen schneller im Mund als in einer Schale landen.

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An der norwegischen Grenze nach Norden entlang fahrend, folgen wir Tobis Einladung und bleiben ein paar Tage in der Nähe von Särna. Tobi und Mareike haben sich dort ein kleines Paradies aufgebaut.
Gemeinsam mit ein paar weiteren Freunden der beiden, tollen Fahrzeugen und einigen Hunden vergehen die Tage trotz Regenwetter wie im Flug.
Auch hier steht die Blaubeer-Jagd auf der Tagesordnung. Dazu gibts Wasserfälle, (toten) Elch, Schlittenhundgeheule in der Nacht und keine Mücken (aber Särna-Fliegen)! Blaubeer-Dampfnudeln, Blaubeer-Waffeln, Blaubeer-Sauna, Blaubeer-Bach und Blaubeeren.
Vielen Dank für die Einladung! Ich hoffe wir kommen nochmal wieder!

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In Dalarna bleiben wir noch und fahren auf den Nipfjället mit grandioser Nebelaussicht und einer Straße, auf der man nach oben rollt.
Es geht zu verschiedenen Seen und zum Wandern ins Fulufjället bis zum Wasserfall.
Morgens beim Frühstück guckt das Fuchsmädchen aus dem Fenster und sagt: „Da, Hund!“, knapp daneben ist auch vorbei, eine Renttiermama nebst Kalb läuft am Hano vorbei und trapt über die Moorlandschaft davon.

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Danach geht es für uns langsam Richtung Süden.

Die Elchjagd hat gerade begonnen. Vielleicht konnten wir einen retten. Ein Spürhund sah uns auf der Schotterpiste vorbeifahren und begann uns zu verfolgen. Ob der Jäger sich gewundert hat, wohin sein Peilfunkhund gelaufen ist?

Einen lebendigen Elch haben wir dennoch nicht zu Gesicht bekommen. Leider nur die toten.

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Je südlicher man kommt, desto schneller kommt man in die „Zivilisation“.
Dalarna ist schon eine sehr schöne Gegend, die vorallem viel Ruhe ausstrahlt. Ja, tatsächlich noch mehr Ruhe als so manch andere Gegend im ruhigen Schweden.

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Abschließend noch ein paar Worte zu unserem Vorhaben und ein paar Gedanken dazu:
Schweden war für uns eine Testreise. So sehr man das so nennen kann. Aber wir haben noch nicht länger als ein paar Nächte in voller Besatzung im Hano gelebt.
Zwischendurch hat uns dies sehr an unsere Grenzen gebracht. Wohin mit allem was man dabei hat, das Bett ständig auf und abbauen, was bei schlechtem Wetter tun, …
Es ist sicher eine Herausforderung mit 2 kleinen Kindern (ja, auch diese benötigen Platz) und Hund in einem kleinen Koffer zu leben. Es kracht öfters mal, aufräumen gehört zur täglichen Daueraufgabe, ständig liegt irgendwo etwas rum…
Aber, man spielt sich ein. Man bekommt seinen Rythmus, seine Taktik, seine Abläufe, seine Plätze. Und dann läuft alles fast wie von selbst.
Wir brauchen nicht viel zum Leben. Der Platz reicht aus, das Fahrfeeling lieben wir und Minimalismus entspannt uns. Wir wollen das Abenteuer starten und für 3 Jahre in den Hano ziehen – mit all seinen Höhen und Tiefen. Und von denen gibt es genug.

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Die letzte Etappe

Immer weiter geht es nun nach Norden. Die Alpen sind bald durchquert. Auf einer langen steilen Abfahrt haben wir das Glück, dass vor uns ein Trecker den Berg hinunter fährt. Bedeutet für Hano: entspannte Motorbremse im 2. Gang, verschleißfreies Bremsen nach Unten und alles ohne die Ursache für das Verkehrsstocken zu sein.

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Weniger Berge bedeutet leider auch mehr Städte. Stellplatzsuchen wird dadurch wieder intensiver. Vorbei die Zeit des: Hier ists schön, hier kann ich bleiben. Schöne Ecken gibt es durchaus – das mit dem Bleiben…bleibt aus.
Feld und Wald sei dank, findet man immer etwas. In einem kleinen Waldstückchen hinter ein paar Feldern findet Andy dann auch seinen Entgegner. Der dickste Baum am Wegesrand. Wenn der erst einmal losfährt, bremst der nicht mehr. Optische Mängel, sonst nichts Dramatisches.

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Bei den Grandes Barrages, ein durch Zufall auserkorener Parkplatz im Wald in der Nähe der Route, stehen wir auf einem Grill-Parkplatz-Areal für Wanderer und Besucher der Waldschule und des Tierparks.
Also wird gleich nach dem Mittagessen ein Ausflug zu den Tieren gemacht. Die Wildschweine grunzen am Zaun, doch das Fuchsmädchen lässt sich nur von dem Zaun beeindrucken. Tiere gabs wohl schon genug. Auch Dammwild und Rothirsch gib es zu begutachten.
Und so genießen wir hier den Rest des Tages mit gelegentlichem Regenprasseln.

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Frankreich neigt sich langsam dem Ende. Laubwälder ziehen an uns vorbei, während wir durch sanftes Hügelgebiet im Süden von Nancy fahren. Bei frischem Brennessel/Brombeertee geht dieser Tag zu Ende. Dazu gibt es ein tolles Panorama, inklusive Sonnenschein und Regenwolken am Horizont.

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Ab nach Deutschland. Das Hanomag-Saarland-Treffen wartet! Zuvor gibt es noch einen Strafzettel fürs Falschparken. Danke Deutschland, keine 24 Stunden hats gedauert. Auf die Frage wo ich das Fahrzeug in der Nähe des benötigten Arztbesuchs hätte hinstellen sollen, wusste die gerade quittierende Politesse auch keine Antwort.
Wir sind eben wieder zurück.
Vorbei an den gelben Ortsschildchen werden noch einige Einkäufe getätigt und dann genießen wir das Treffen mit alten und neuen Gesichtern bei frischen Temperaturen, um anschließend langsam wieder Richtung festen Wohnsitz zu tuckern.

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Knapp 11.000 km, 4 Monate Elternzeit – intensiver hätte man diese wohl nicht verbringen können. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen, interessante Menschen getroffen und werden sicherlich einiges aus dieser Reise mitnehmen.
Würden wir es nocheinmal machen? – Ja! Das Feuer für eine weitere Reise ist längst entflammt 😉

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Adios – Bonjour

Vom Santa Clara geht es von Stausee zu Stausee weiter. Wer weiß, ob es in Portugal überhaupt einen nicht gestauten See gibt. Teilweise scheinen die Staumauern auch in Wohnmobilführern zu stehen. Zumindest an der einen Mauer, durch Zufallsfinger auf der Karte ausgewählt, stehen mindestens 20 Campis verteilt. Hauptsächlich aus GB und F.

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Immer wieder etwas Regen, gepaart mit genügend Sonnenschein, begleitet uns durch die Bergwelt. Es wird Zeit die Teerstraßen mal wieder zu verlassen. Zwischen den Korkeichenwäldern fühlt sich Hano gleich wohl. Leicht sandige Pisten mit tollem Schattenspiel, Eisenbahngleisüberquerung ohne Überfahrt uns Badespaß fürs Fuchsmädchen an einer Flussmündung. Dann geht es in die Nadelwaldwelt. Dicht bewachsen geht es Serpentinen hoch und runter. Kleinere Bachdurchquerungen folgen. Wir bekommen tolle Ausblicke über die Landschaft und frischen Quellwasser zum Trinken und Wassertank füllen.

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Fast jede „Abkürzung“ auf dem Weg Richtung Nord-Ost wird genutzt. Auch hier hat der Regen seine Spuren hinterlassen, sodass die Waldwege teils sehr schlammig sind. Eine Strecke, die wir auf dem Navi entdecken wurde wohl „etwas“ länger nicht befahren. Zumindest wird die Spur, der wir folgen, immer dünner und die Blumen immer höher bis schließlich eine perfekte Blumenwiese vor, unter und hinter uns liegt. Romantischerweise liegt an dieser ein kleiner Bachlauf, der gefurtet werden will. Dahinter geht es eine Wiese steil bergauf. Umdrehen eine Möglichkeit? Joa,nö. Eher rückwärts fahren. Am leicht schlammigen Hang auch kein Spaß. Also größere Äste entfernen und durch gehts.
Die letzte Furt an diesem Tag wird allerdings nicht genommen. Der oberhalb liegende Stausee ist randvoll, sodass das überschüssige Wasser mit viel Geschwindigkeit und Masse genau dort herunterstrudelt, wo wir langfahren wollen.

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Und plötzlich ist man wieder in Spanien. Grenzübergang glatt übersehen, die Tankstellenpreise jedoch verraten, dass der Diesel hier wieder günstiger ist.
Auch die Landschaft verändert sich. Berge auf mehr Fläche verteilt und mehr Landwirtschaft. Kurz vor San Munoz biegen wir links ab auf eine Piste. Über Stein und Wiese geht es nach oben, bis wir eine Hochebene erreichen. Blick auf schneebedeckte Berge, dazu Wiese bis zum Horizont, eine Weide mit spanischen „Stieren“ und eine surreale Ruhe.
Nach dem doch recht engen Portugal ein völlig anderes Bild. Die Weiterfahrt am nächsten Tag ist durchaus tricki. Überall stehen kleinere Seen in den Wiesen und die Fahrspuren sind teilweise versunken. Andy begutachtet das Ganze vom Beifahrersitz aus, während Dany ihr Offroad-Glück erfährt.

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So schlängeln wir uns dahin einmal quer durch das Land. Immer grob Nord-Ost. Pinienwälder kommen wieder ins Blickfeld. Natürlich auch hier Stauseen und rot glühende Sonnenuntergänge. Dazu Wind. Mal mehr, mal weniger, aber eigentlich stetig. Und das Fuchsmädchen macht ihre ersten freien Wackelschritte!

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Nach ein paar Tagen erreichen wir die Bardenas Reales, ein ca. 42 ha großes Naturreservat, welches sich durch seine bizzaren Felsformationen auszeichnet. Halbwüsten-ähnlich gibt es hier wenig Niederschlag, heiße Sommer und kalte Winter. Wir sind im Frühling hier, also: Ein Tag viel Wind und recht kühl, am nächsten sonnig warm. Stimmt soweit die Beschreibung des Flyers von der Touri-Info.
Schon bei der Anfahrt fliegen Gänsegeier über die Autobahn. Hier im Park wirken sie, einmal entdeckt, gar nicht mehr so unpassend. Riesige Spannweiten kreisen sich den Himmel entgegen.
In dem Park selber gibt es einiges an landwirtschaflich genutzten Flächen, was nicht ganz ins Bild passen will. Noch weniger passt allerdings das in der Mitte liegende Militärgebiet, indem mit Jets Flugübungen durchgeführt werden. Warum auf dem Flyer steht, dass man unnötigen Lärm vermeiden soll – tun diese Kampfmaschinen nicht unbedingt.
Trotzdem genießen wir die Landschaft bevor es Richtung Pyrenen geht.
In Arguedas gibt es einen kostenlosen Stellplatz, von dem man bequem auf die Pisten des Parks starten kann.

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Der Ort ist klein, aber fein. Besondere Attraktion an der Hauptstraße ist eine kleine Künstlerin, die seit 25 Jahren damit beschäftigt ist ein Gebäude mit Comic-haften Figuren zu bemalen, die an ihr vorbei kommen. Begeistert zeigt sie undefinierbar irgendwo ins Bunt und erzählt sie hätte sogar schon einen Dalmatiner wie unseren gemalt. Dazu Menschen aus Frankreich, Mexiko, Deutschland, USA. Etwas verrückt wirkt die Gute dennoch, wenn sie ihre dunklen Haare nach hinten schmeißt und in sich anbietender Pose den Autofahrern zuruft und winkt. Leider haben wir ein Foto versäumt, da sie dem Fuchsmädchen etwas zu Nahe kam, und dies nicht auf Gegenliebe stieß. Manche Menschen sind halt sehr extrovertiert, andere brauchen ein wenig Zeit um aufzutauen. Gegensätze ziehen sich nicht immer an.
Das verlassene Dorf Tiermas oberhalt des Stausees Yesa bietet tolle Fotomotive, auch wenn uns nicht klar wird, warum die geschlossene und neu geteerte Straße hoch ins Dorf überhaupt gebaut wurde.

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Direkt am See finden wir nach einer Schlammeinlage ein lauschiges Plätzchen. Der Wasserstand ist hier recht hoch, sodass die Wege im Wasser verschwinden. Hier wird Wäschegewaschen, das Fuchsmädchen plantscht gleich mal in Kleidung im See und wir warnen einen VW-Bus, der zu uns fahren wollte, vor dem sicheren Einsinken. Schade, dabei wollte Dany doch Glotzen!

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Durch die Pyrenen schraubt sicher Hano tapfer nach oben und wieder runter. Eine richtige Motorbremse wäre aber schon was Feines. Wir kommen dem Schnee immer näher und es wird deutlich kühler.
Unser Schlafplatz auf einer sonnenbeschienenen, grünen Wildwuchswiese voller Löwenzahn, lässt uns in die Weite blicken. Und das Fuchsmädchen trainiert fleißig Stuhl hoch und runter klettern.
Dass wir hier auf mehr als 1500 Metern sind, macht sich besonders nachts bemerkbar. Schon abends sinkt die Temperatur von 17 schnell auf 3 Grad. Nachts sind es dann -4 Grad. Eisblumen von innen an den Fenstern und der OM 314 kämpft am nächsten Morgen mit dem Starten. Kleine Schneeflocken stöbern aus den Wolken und der Wind fegt eiskalt den Hang hinauf. Wärmste Temperatur auf dem Thermometerspeicher zeigt +40 Grad, kälteste -4.

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Wir fahren Richtung Andorra zum Tanken, um dann über Spanien nach Frankreich zu fahren.
Auf einem Spielplatz in einem Bergdorf machen wir Pause. Schaukeln für Fuchsmädchen und Papa. Der einen zu klein, dem anderen zu groß. Und Papa ist derartiges Schaukeln auch nicht mehr gewohnt.

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Über steile Straßen erreichen wir dann das Reich von dem Frank.
Wieder am Mittelmeer fahren wir einen Platz an, den wir vor 4 Jahren mit Eva schonmal besuchten. Freies Stehen am Meer ist selbst in dieser Jahreszeit nur schwer möglich. Der Wind ist aber auch hier noch deutlich und beständig, sodass der Strandbesuch kurz ausfällt. Dafür kommt der Reservereifen vom Dach zum Einsatz. Hinten links der Reifen ist runtergefahren. Erstaunlich wie hoch derartig viele Kilos springen können. Das wieder hoch ist jedoch noch viel spannender. Ein „fast“ nackiger holländischer Nachbar wird für sein unermütliches Zuschauen belohnt und darf helfen. Zu dritt ist der Reifen dann schnell oben.
Durch die Camargue, vorbei an Flamingos geht es direkt an den Strand. Der Wind ist hier so stark, dass Andy die halbe Nacht kein Auge zubekommt. die Damen derweil schlafen (mehr oder weniger) fest.
Insgesamt ist es in Frankreich, trotz dem Wind, doch recht warm. Bis zu 28 Grad. Und die Frühblüher sind am Start. Also Nase fest halten; bevor sie wegläuft.

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Unser nächstes Ziel lautet Lac de St. Croix. Auch hier waren wir schon einmal. Damals am Wochenede im August, doch auch jetzt ist dieser malerisch gelegene See keineswegs unbesucht. Wir nutzen die Zeit zum Faulenzen, Wächewaschen, Kurzbaden (kalt) und Sonne genießen.

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Inzwischen wird im Hano das Sofa beklettert. Dazu schwingt man sich elegant auf den Hundeplatz, um über diesen dann das Sofa erreichen zu können. Die Wetterstation macht dazu noch lustige Geräusche, wenn man die ganzen Knöpfe drückt. Was dabei rauskommt, hört man meistens erst spät abends um 22 Uhr, wenn der Wecker anfängt zu klingeln. Gute Nacht, wildes Fuchsmädchen!

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Rankengitter Rausfall Schutz

Der Parkplatz am Lac wurde inzwischen umgebaut. Damals standen hier etliche Campis rum, heute sind dort eng an eng Bäume gepflanzt. In den Bergen oberhalb finden wir dafür einen traumhaft ruhigen Platz mit etwas Seeblick.
Von Lac zu Lac. Weiter in die Alpen hinein. Bis zum Lac de Serre-Poncon. Mehrere kleine Wege führen zum Ufer hinab, das schwarz geerdet ins Wasser übergeht und den See am Rand zu einer dunklen Brühe färbt

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